Ab kommenden Montag, 19. April, können sich in Baden-Württemberg alle Menschen über 60 Jahre gegen das Coronavirus impfen lassen.

Bislang waren über 60-Jährige nur bei bestimmten Vorerkrankungen oder aufgrund des Berufs impfberechtigt. So kamen vor allem die bereits jetzt Impfberechtigten über 70- und über 80-Jährigen, die ein besonders großes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, schneller an einen Impftermin.

Impfstofflieferungen nehmen stetig zu

„In einzelnen Zentren bleiben aktuell AstraZeneca-Termine frei. Das ist zwar verständlich, aber in der Sache unbegründet. Der Impfstoff ist hochwirksam und ungefährlich. Wer über 70 Jahre alt ist, sollte die Chance nutzen, jetzt einen Termin zu vereinbaren“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha. Grund für die freien Termine seien die letzte Woche stark angewachsenen Impfstofflieferungen und die Änderung der Altersempfehlung für den Impfstoff AstraZeneca. „Gleichzeitig stellen wir fest, dass täglich nur noch rund 20 bis 40 Menschen die Warteliste für die über 80-Jährigen in Anspruch nehmen. Von dieser Altersgruppe haben bereits deutlich über 70 Prozent eine Erstimpfung erhalten. Deshalb gehen wir jetzt den nächsten Schritt und öffnen ab Montag für alle Menschen über 60 Jahren.“

Über 70-Jährige sollten bis Montag noch Chance zur Terminvereinbarung nutzen

Das Sozialministerium ruft jetzt insbesondere alle über 70-Jährigen dazu auf, in den kommenden Tagen Impftermine zu buchen. „Durch die weitere Öffnung ab Montag ist wieder mit einem starken Andrang über die Website und bei der Hotline zu rechnen“, so Minister Lucha. „Deshalb sollten Menschen über 70 Jahren in dieser Woche noch die Chance nutzen. Eine Terminvereinbarung bleibt aber natürlich auch für sie über den Montag hinaus weiter möglich.“

Vor dem Hintergrund steigender Lieferungen werden viele Impfzentren in der nächsten Zeit auch Impfaktionstage mit AstraZeneca anbieten, bei denen zunächst die bisher Impfberechtigten über 60 Jahren geimpft werden. Darüber werden die jeweiligen Impfzentren dann vor Ort informieren.

Die Ständige Impfkommission hat vor Kurzem ihre Empfehlung für AstraZeneca geändert. Der Impfstoff wird nun in erster Linie für Menschen über 60 Jahren empfohlen. Durch eine große Lieferung von AstraZeneca Anfang April, mit der der Hersteller Lieferkürzungen im März ausgeglichen hat, können die Impfzentren derzeit viele Termine mit AstraZeneca anbieten.

Amtliche Bekanntmachung des Ostalbkreises

Allgemeinverfügung des Ostalbkreises

Das Landratsamt Ostalbkreis, Gesundheitsamt, stellt gemäß § 20 Abs. 6 Satz 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 5 Satz 1 und Abs. 7 Satz 1 der Corona-Verordnung der Landesregierung vom 27.03.2021 in der Fassung vom 12.04.2021 (CoronaVO) die Beschränkung des Aufenthalts außerhalb der Wohnung oder sonstigen Unterkunft in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages fest und erlässt in Verbindung mit §§ 28 Absatz 1, 28a Absatz 1 Nr. 3 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) und § 1 Absatz 6a S. 1 der Verordnung des Sozialministeriums über Zuständigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSGZustV BW) folgende Allgemeinverfügung.

Es wird festgestellt, dass bei Berücksichtigung aller bisher getroffenen anderen Schutzmaßnahmen eine erhebliche Gefährdung der wirksamen Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

Die Rechtswirkungen dieser Feststellung treten gemäß § 20 Abs. 7 Satz 1 CoronaVO am zweiten auf diese Bekanntmachung folgenden Werktag ein, mithin am Mittwoch, 14.04.2021.

Damit ist der Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder sonstigen Unterkunft im Ostalbkreis in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags nur bei Vorliegen folgender triftiger Gründe gestattet.

1.   Abwendung einer konkreten Gefahr für Leib, Leben und Eigentum,

2.   Besuch von Veranstaltungen im Sinne des § 10 Abs. 5 CoronaVO,

3.   Versammlungen im Sinne des § 11 CoronaVO,

4.   Veranstaltungen im Sinne des § 12 Abs. 1 und 2 CoronaVO,

5.   Ausübung beruflicher und dienstlicher Tätigkeiten, einschließlich der unaufschiebbaren beruflichen, dienstlichen oder akademischen Ausbildung sowie der Teilnahme ehrenamtlich tätiger Personen an Übungen und Einsätzen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst,

6.   Besuch von Ehegatten, Lebenspartnern sowie Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft in deren Wohnung oder sonstigen Unterkunft,

7.   Inanspruchnahme medizinischer, pflegerischer, therapeutischer und veterinärmedizinischer Leistungen,

8.   Begleitung und Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen, insbesondere die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich,

9.   Begleitung und Betreuung von sterbenden Personen und von Personen in akut lebensbedrohlichen Zuständen,

10. unaufschiebbare Handlungen zur Versorgung von Tieren sowie Maßnahmen der Tierseuchenprävention und zur Vermeidung von Wildschäden,

11. Maßnahmen der Wahlwerbung für die in § 10 Abs. 3 Nr. 1 CoronaVO genannten Wahlen und Abstimmungen, insbesondere die Verteilung von Flyern und Plakatierung, und

12. sonstige vergleichbar gewichtige Gründe.

Begründung:

Seit 19.03.2021 liegt der 7-Tages-Inzidenzwert des Ostalbkreises nach den Berichten des Landesgesundheitsamtes über 100/100.000 Einwohner.

Vom 28.03.2021 - 01.04.2021 lag die Inzidenz über 150/100.000 Einwohner. Ab dem 02.04.2021 - 08.04.2021 hatte der Ostalbkreis wieder eine Inzidenz von unter 150/100.000 Einwohner, jedoch weiterhin über 100/100.000 Einwohner. Seit dem 09.04.2021 liegt die Inzidenz nun wieder über 150/100.000 Einwohner und lag zuletzt am 11.04.2021 bei 163,4/100.000 Einwohner.

Das zeigt, dass trotz der bisher getroffenen Maßnahmen, zu denen auch die seit dem 25.03.2021 geltende sog. „Notbremse“ gemäß § 20 Abs. 5 Satz 2 Nr. 1 bis 7 CoronaVO zählt, keine Eindämmung des Infektionsgeschehen erreicht werden konnte.  Um eine Überlastung des ambulanten und stationären Gesundheitswesens weiterhin zu vermeiden und um eine Eindämmung der Infektionsketten zu erreichen, ist der Erlass dieser Allgemeinverfügung zwingend.

Das Infektionsgeschehen ist diffus und die Infektionsketten sind teilweise nicht mehr nachvollziehbar. Bei den Neuinfektionen handelt es sich zu einem ganz überwiegenden Teil um die besonders ansteckende und gefährliche Mutation B.1.1.7 des SARS-CoV-2-Virus.

Durch das signifikante und mittlerweile seit über drei Wochen anhaltende Überschreiten des Schwellenwertes von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ostalbkreis liegt ein regional stark erhöhtes Risiko vor, sich mit dem SARS-CoV-2 Virus zu infizieren.

II. Rechtliche Würdigung

Rechtsgrundlage für diese Allgemeinverfügung ist § 20 Abs. 6 und Abs. 7 CoronaVO in Verbindung mit §§ 28 Absatz 1, 28a Absatz 1 Nr. 3 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) und § 1 Absatz 6a S. 1 der Verordnung des Sozialministeriums über Zuständigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSGZustV BW).

Die Maßnahme der nächtlichen Ausgangsbeschränkung ist als weitere Schutzmaßnahme in § 20 Abs. 6 CoronaVO verankert. Nach § 20 Abs. 5 und Abs. 6 CoronaVO ist das Gesundheitsamt zuständig für den Erlass der getroffenen Allgemeinverfügung. Von einer Anhörung ist gemäß § 28 Abs. 2 Nr. 4 Landesverwaltungsverfahrensgesetz (LVwVfG) bei einer Allgemeinverfügung nach Ausübung des pflichtgemäßen Ermessens abgesehen worden. Der Anwendungsbereich ist eröffnet. Das Virus SARS-CoV-2 hat sich im Landkreis Ostalbkreis weit verbreitet. Die 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner wird deutlich und stabil überschritten. Die Infektionslage entwickelt sich dynamisch mit einem zuletzt exponentiellen Anstieg an Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vor allem mit gefährlicheren Virusmutationen. Die seit 25.03.2021 bestehenden Maßnahmen der Kontaktreduzierung reichen daher nicht aus, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Die Regelungen des § 20 Abs. 6 CoronaVO zur nächtlichen Ausgangsbeschränkung erscheinen daher zwingend, um eine weitere Verbreitung zu vermeiden und die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 zu verlangsamen, um das Gesundheitssystem weiterhin leistungsfähig zu halten.

Nach § 28a Absatz 2 Nr. 2 IfSG ist die Anordnung einer Ausgangsbeschränkung, nach der der private Wohnbereich nur zu bestimmten Zeiten oder zu bestimmten Zwecken verlassen werden darf, nur zulässig, soweit auch bei Berücksichtigung aller bisher getroffenen anderen Schutzmaßnahmen eine wirksame Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus erheblich gefährdet wäre. Die Anordnungen stehen im Ermessen der zuständigen Behörde.

Die Ausgangsbeschränkung ist geeignet, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Die Hauptübertragungswege des Virus SARS-CoV-2 sind Tröpfcheninfektionen über sog. Aerosole. Die Übertragung findet also dort statt, wo Menschen aufeinandertreffen. Eine Verbreitung des Virus kann nur eingedämmt werden, wenn die physischen Kontakte zwischen Menschen eingeschränkt werden. Kontaktbeschränkungen sind durch die Vorgaben der CoronaVO bereits angeordnet. Sie sind jedoch angesichts der stark gestiegenen Fallzahlen nicht ausreichend. Auch die mit der Überschreitung der 7-Tages-Inzidenz von 100/100.000 im Landkreis Ostalbkreis in Kraft getretenen Maßnahmen haben nicht zu einem Ende des deutlichen Anstiegs an Neuinfektionen geführt.

Die Kontaktbeschränkung ist auch erforderlich, um einen weitergehenden Anstieg der Infektionszahlen im Landkreis einzudämmen, um so die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens nicht zu gefährden und Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung abzuwenden. Durch die im Landkreis in ganz überwiegendem Umfang auftretende hochansteckende britische Variante des SARS-CoV-2-Virus sind auch jüngere Personengruppen gefährdet, sehr schwer an Covid-19 zu erkranken. Diese sind noch nicht im größeren Umfang durch Impfung geschützt. Die Maßnahme ist zudem verhältnismäßig. Mildere Mittel sind nicht ersichtlich. Wie bereits dargelegt, wurde durch die Feststellung der Überschreitung der Inzidenz von mehr als 100 Neuninfektionen pro 100.000 Einwohner bereits eine Vielzahl an Maßnahmen in Kraft gesetzt.

Die Maßnahme ist angemessen. Es wird seitens des Landratsamtes nicht verkannt, dass eine Ausgangsbeschränkung ein weitergehender Eingriff in die grundgesetzlich verankerte allgemeine Handlungsfreiheit nach Art. 2 Abs. 1 GG ist. Daher werden entsprechende Ausnahmen von der Ausgangsbeschränkung aufgeführt. Im Hinblick auf den Anstieg der Fallzahlen insbesondere mit der gefährlichen Virusmutation ist der Gesundheitsschutz der Bevölkerung grundsätzlich vorrangig. Bei weiter steigenden Fallzahlen ist auch absehbar, dass eine starke Überlastung des Gesundheitssystems droht. Auch die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems ist vorrangig gegenüber den Einschränkungen durch eine nächtliche Ausgangsbeschränkung.

Die Allgemeinverfügung tritt außer Kraft, wenn das Gesundheitsamt im Rahmen einer regelmäßig durchzuführenden Prüfung eine seit fünf Tagen in Folge bestehende Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner feststellt.

Das Gesundheitsamt behält sich zudem vor, die Anordnungen zu einem früheren Zeitpunkt aufzuheben, falls es die Lage zulässt.

Das Gesundheitsamt wird die Feststellung einer Unterschreitung des Inzidenzwertes von 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner sowie den Zeitpunkt des Inkrafttretens einer geänderten Regelung unverzüglich ortsüblich bekanntmachen.

Rechtsbehelfsbelehrung:

Gegen diese Entscheidung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe beim Landratsamt Ostalbkreis, Stuttgarter Straße 41, 73430 Aalen, Widerspruch erhoben werden. 

Aalen, den 12.04.2021

Dr. Joachim Bläse

Landrat des Ostalbkreises

Die Landesregierung hat am 27. März 2021 eine neue Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (Corona-Verordnung) beschlossen. Die neuen Regelungen gelten ab 29. März 2021:

- Neustrukturierung der Corona-Verordnung. Die Paragraphen 1a bis 1i gehen in den restlichen Paragraphen auf. Dadurch werden die Regelungen übersichtlicher und sind einfacher und schneller zu erfassen, da zahlreiche Querverweise entfallen und einzelne Sachverhalte nicht mehr an verschiedenen Stellen geregelt sind.

- Bei Mitfahrten von haushaltsfremden Personen im Auto gilt für alle Insassen eine Maskenpflicht (medizinische Maske oder FFP2-/KN95-/N95-Maske). Paare, die nicht zusammenleben, gelten auch hier als ein Haushalt.

- Keine Verschärfung der Kontaktbeschränkung bei der „Notbremse“. Hier bleibt die allgemeine Regelung bestehen: Maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten. Dabei zählen Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht mit. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt.

- Definition von Schnell- und Selbsttests, die erforderlich sind, um gewisse Dienstleistungen und Angebote wahrnehmen zu können. Soweit ein negativer COVID-19-Schnelltest erforderlich ist, muss dieser durch geschulte Dritte durchgeführt und ausgewertet werden oder unter Aufsicht eines geschulten Drittens durchgeführt und ausgewertet werden (§ 4a).

- Ermöglichung der Kontaktnachverfolgung über Apps (§ 6 Absatz 4).

- In Stadt- und Landkreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen Bibliotheken und Archive analog zu Museen ohne Einschränkungen öffnen.

- Der Buchhandel gehört nicht mehr zum Einzelhandel des täglichen Bedarfs. Für ihn gelten nun auch die entsprechenden Click & Collect bzw. Click & Meet Regelungen. Das Land setzt damit ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg um.

- Redaktionelle Anpassungen.

Zusätzlich zu den Änderungen weist die Landesregierung Landräte und örtliche Gesundheitsämter an, die Regelungen der „Notbremse“ umzusetzen, wenn die 7-Tage-Inzidenz mehrere Tage hintereinander über 100 liegt. Dazu gehören die bereits in der vergangenen Version vorgesehenen Ausgangssperren am Abend. Bei 7-Tage-Inzidenzen von mehr als 100 wird die Landesregierung die Behörden vor Ort anweisen, Ausgangssperren zu verhängen, wenn alle anderen Maßnahmen versagt haben.

Der Modellversuch in der Stadt Tübingen wird zunächst bis zum 18. April fortgesetzt. Das Land plant zudem, dort wo es möglich ist, weitere Modellversuche umzusetzen, etwa im Kulturbereich.

Die jeweils aktuell gültige Verordnung finden Sie unter: www.baden-wuerttemberg.de

 

Am Sonntag, 21. März 2021, wurde im Ostalbkreis für drei Tage in Folge die 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Dies hat das Landratsamt Ostalbkreis heute (23. März 2021) amtlich festgestellt und auf seiner Website unter www.ostalbkreis.de öffentlich bekanntgemacht. Damit treten ab Donnerstag, 25. März 2021, die in der aktuellen Corona-Verordnung des Landes festgelegten Maßnahmen in Kraft.

Im Einzelnen bedeutet dies, dass:

private Zusammenkünfte und Veranstaltungen nur gestattet sind, wenn sich diese aus Angehörigen eines Haushalts und höchstens einer weiteren Person eines anderen Haushalts zusammensetzen; Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit.

Der Betrieb von Museen, Galerien, zoologischen und botanischen Gärten sowie Gedenkstätten für den Publikumsverkehr ist untersagt.

Die Nutzung von Sportanlagen für den Amateur- und Freizeitindividualsport ist untersagt; dies gilt nicht für weitläufige Außensportanlagen für Personengruppen, die sich aus Angehörigen eines Haushalts und höchstens einer weiteren Person eines anderen Haushalts zusammensetzen; Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit.

Dem Einzelhandel ist die Öffnung nach vorheriger Terminvergabe untersagt. Die Abholung von bestellter Ware ist gestattet. Der Betrieb von körpernahen Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo-, Sonnen- und Piercingstudios sowie von kosmetischen Fußpflegeeinrichtungen und ähnlichen Einrichtungen, mit Ausnahme von medizinisch notwendigen Behandlungen, insbesondere Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Podologie und Fußpflege, ist für den Publikumsverkehr untersagt.

Der Betrieb von Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen ist nur im Rahmen des Onlineunterrichts zulässig.

Erst wenn die 7-Tage-Inzidenz im Ostalbkreis an fünf Tagen in Folge unter 100 liegt, kommen die Regelungen für einen Inzidenzwert zwischen 50 und 100 wieder zur Anwendung, d. h. kommen Lockerungen in Betracht.

Landrat Dr. Joachim Bläse bedauert sehr, diesen Schritt gehen zu müssen. Vor allem für den Einzelhandel in der Gesamtheit hatte sich der Ostalb-Landrat eine günstigere und einheitliche Regelung von der Bund-Länder-Konferenz erhofft. „Nun bleibt uns allen gemeinsam nur, weiter nach vorne zu schauen und die Kontakte noch mehr einzuschränken, damit wir so schnell wie möglich wieder mindestens unter die Marke 100 kommen. Helfen Sie bitte alle mit, dass die Selbständigen im Einzelhandel und hoffentlich bald auch wieder unsere Gastronomen eine Öffnungsperspektive haben und unser aller Alltag sich wieder normalisieren kann“, appelliert der Landrat.

Gleichzeitig erinnert Bläse daran, dass jedem Bürger und jeder Bürgerin einmal wöchentlich ohne Anlass, also ohne Corona-Symptome, ein Schnelltest zusteht. Wer davon Gebrauch machen möchte, kann dies in den vier Testzentren in Aalen, Bopfingen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd sowie bei vielen Ärzten und Apotheker tun. Die Adressen sind auf der Internetseite des Ostalbkreises und auf dem Corona-Dashboard zu finden. Bis einschließlich Montagabend (22. März 2021) haben sich bereits knapp 8.000 Menschen freiwillig in den vier Zentren testen lassen, 22 davon mit Corona-positivem Ergebnis.

Die nächste Gemeinderatssitzung findet am Mittwoch, den 31.03.2021 um 19:00 Uhr in der Werner-Bruckmeier Halle in Täferrot statt.

Hierzu ist die Bürgerschaft herzlich eingeladen.

Tagesordnung für die öffentliche Sitzung:

1. Bürgerfragen

2. Zustand Gemeindewald und Bewirtschaftungsplan des Gemeindewaldes 2021

3. Beitritt der Gemeinde Täferrot zur Holzvermarktungsgesellschaft Schwäbisch-Fränkischer-Wald / Ostalb e. G. (HVG)

4. Baumpflege 2021

5. Elternbeiträge Februar 2021

6. Errichtung einer Mobilfunksendeanlage

7. Antrag auf Aufteilungsänderung (Baugesuch)

8. Geschwindigkeitsmessungen 2020

9. Aufnahmeverpflichtung Kommunale Unterbringung von Flüchtlingen

10. Genehmigung der Annahme von Spenden nach §78 GemO

11. Angebot RÜB Täferrot Erneuerung Schaltschrank in Bezug auf Erneuerung Pumpen

12. Verschiedenes

13. Anfragen der Gemeinderäte

Eine nichtöffentliche Sitzung schließt sich an.

Aufgrund der aktuellen Lage werden alle Teilnehmer*innen und Besucher*innen gebeten einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Sofern Sie über keinen geeigneten Mund- und Nasenschutz verfügen, wird Ihnen dieser im Eingangsbereich kostenfrei zur Verfügung gestellt.

 

Markus Bareis

Bürgermeister

Ab sofort können sich 16- bis 17-jährige Impfberechtigte nach § 3 der Bundesimpfverordnung (für sie ist ausschließlich der Impfstoff von Biontech zugelassen), alle Personen ab 70 Jahren und alle Menschen ab 65 wie beispielsweise Lehrer, Vorerkrankte, medizinisches Personal, Menschen mit geistigen Behinderungen impfen lassen.

Basierend auf der vom Bund noch für diese Woche angekündigten aktualisierten Impfverordnung startet Baden-Württemberg vom heutigen Dienstag an die Impfterminvergabe für alle mit hoher Priorität impfberechtigte Menschen ab 16 Jahren. Damit sind nun in Baden-Württemberg folgende Personen zusätzlich impfberechtigt:

• 16 bis 17-jährige Impfberechtigte nach § 3 der Bundesimpfverordnung (für sie ist ausschließlich der Impfstoff von Biontech zugelassen).

• alle Personen ab 70 Jahren.

• alle Menschen ab 65, die nach § 3 der Bundesimpverordnung impfberechtigt sind (beispielsweise Lehrer, Vorerkrankte, medizinisches Personal, Menschen mit geistigen Behinderungen).

Aufgrund der bisher geltenden Altersbeschränkung von AstraZeneca bis einschließlich 64 Jahren und des Mangels der mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna, die für Menschen aus der ersten Priorität reserviert werden mussten, konnten diese Personengruppen bisher noch nicht zum Zuge kommen. Bei der Terminvergabe ist jedoch weiterhin Geduld gefragt. Durch die neue Regelung sind nun rund 1,7 Millionen Menschen in Baden-Württemberg zusätzlich impfberechtigt, der Impfstoff ist jedoch im März weiterhin knapp. Es besteht keine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff.

Mit dem aufwachsenden Bedarf an Antigen-Schnelltestungen auf das Coronavirus haben die Kreisverwaltung, die Städte und Gemeinden, die Hilfsorganisationen sowie Ärzte und Apotheker in den vergangenen Wochen die Teststrukturen und -angebote erheblich ausgeweitet. Ab sofort können sich nun im Ostalbkreis neben dem bislang schon berechtigten Personenkreis wie Lehrkräfte, Beschäftigte in Kitas, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern auch alle Bürgerinnen und Bürger einmal pro Woche testen lassen.

„Die Durchführung des Antigen-Schnelltests kann anlasslos, d. h. ohne Vorliegen von Corona-Symptomen, erfolgen und ist kostenlos“, erklärt Landrat Dr. Joachim Bläse, der das Testen parallel zum konsequenten Impfen als Grundvoraussetzung für weitere Öffnungsschritte sieht.

Die kostenlosen Bürgertestungen werden in den vier Testzentren in Aalen, Bopfingen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd durchgeführt, die der Ostalbkreis gemeinsam mit den Kommunen sowie den DRK-Kreisverbänden Aalen und Schwäbisch Gmünd und dem Maltester Hilfsdienst erst am vergangenen Wochenende eröffnet hat.

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der 42 Städte und Gemeinden im Ostalbkreis haben sich diesen Dienstagabend mit dem Landrat darauf verständigt, zunächst die bereits vorhandenen Teststrukturen beizubehalten und zeitlich zu öffnen. Angesichts der von Bund und Land angekündigten Einführung von kostenlosen Selbsttests bis spätestens Anfang April sei davon auszugehen, dass die Teststruktur lediglich für eine Übergangszeit von drei bis vier Wochen in dieser Form Bestand habe.

Dann werde die Teststrategie vor dem Hintergrund weiterer möglicher Öffnungsschritte in den Schulen oder auch der Gastronomie vom Land voraussichtlich erneut angepasst werden müssen. Inwieweit jede Kommune gefordert sein wird, eigene Teststrukturen vor Ort einzurichten, wird dann festgelegt. Bis zur Umsetzung der Selbsttest-Strategie steht es im Ermessen örtlicher Schulgemeinschaften, individuelle Angebote in den Einrichtungen zu organisieren.

Testung für alle ab Samstag (13. März 2021) möglich - Terminbuchungen ab Donnerstagnachmittag (11. März 2021)

Bürgertestungen für alle - einmal wöchentlich - sind in diesen Testzentren nach vorheriger Terminvereinbarung möglich:

Aalen:
Rettungszentrum, Bischof-Fischer-Straße 121, 73430 Aalen
Kontakt DRK Aalen: Tel. 07361 3879333
www.drk-aalen.de/schnelltest

Bopfingen:
Messplatz, 73441 Bopfingen
Kontakt DRK Aalen: Tel. 07361 3879333
www.drk-aalen.de/schnelltest

Ellwangen:
Großparkplatz Schießwasen Ellwangen (DriveIn), Rotenbacher Str. 16, 73479 Ellwangen/Jagst
Stadthalle Ellwangen, Haller Str. 7, 73479 Ellwangen/Jagst
Kontakt Malteser Hilfsdienst e.V. & gGmbH: Tel. 07361 93940
https://page.booking-time.com/malteser-now

Schwäbisch Gmünd:
Schießtalplatz, 73527 Schwäbisch Gmünd
Kontakt DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd e.V.: Tel. 07171 3506-21
https://www.drk-gd.de/angebote/zur-corona-situation/schnelltests.html

Öffnungszeiten:
Montags und mittwochs vom 17:00 bis 20:00 Uhr und samstags vom 8:00 bis 15:00 Uhr.

Weitere anlasslose Testmöglichkeiten für jedermann können in den nächsten Tagen voraussichtlich auch bei Ärzten und Apotheken angeboten werden. Diese waren dort für die Bürgerinnen und Bürger in aller Regel noch nicht kostenlos möglich. Dies, weil zunächst noch nicht abschließend von Bund und Land geregelt war, ob und wie Bürgertestungen abgerechnet können. „Kreis und Kommunen begrüßen dieses Engagement ausdrücklich, weil es zu einem flächendeckenden Testangebot der kurzen Wege beiträgt. Erfreulicherweise wurde inzwischen die Testverordnung des Bundes aktuell geändert, wodurch z. B. auch den Apotheken die Abrechung der Bürgertestung ermöglicht wird“, betont der Landrat. Damit habe man ein dichtes Netz geknüpft und sei gerüstet für die kommenden Wochen, so Bläse weiter, der nochmals allen Beteiligten herzlich für ihren Einsatz in den langen Monaten der Corona-Pandemie dankt.

 

… das dachten sich die fünf Bürgermeister aus Durlangen, Mutlangen, Ruppertshofen, Spraitbach und Täferrot, als sie sich schriftlich an Sozialminister Lucha und an Landrat Dr. Bläse gewandt haben.

Und dann ging nach einem Telefonat alles ziemlich schnell…

Sehr kurzfristig wurden alle impfberechtigten über 80-jährige von den jeweiligen Gemeindeverwaltungen angeschrieben und ein freiwilliges Impfangebot unterbreitet, Rückläufer werden derzeit ausgewertet und die ersten logistischen Planungen sind bereits in Vorbereitung.

Ab Donnerstag 11.03.2021 können im MutlangerForum im Rahmen eines Pilotprojektes des Sozialministeriums Corona-Schutzimpfungen für impfberechtigte über 80-jährige aus den Gemeinden des Gemeindeverwaltungsverbandes Schwäbischer Wald (Durlangen, Mutlangen, Ruppertshofen, Spraitbach und Täferrot) und der Stadt Lorch durch mobile Impfteams durchgeführt werden.

Gemeinsam haben es die fünf Bürgermeister für ihre BürgerInnen geschafft, eine schnellstmögliche und lokale Impfung zu ermöglichen. Hier zeigt sich das hervorragende kommunale Miteinander – jeder steuert bei, was er leisten kann. Profitieren werden wir alle gemeinsam.