Der Gemeinderat befasste sich in seiner letzten Sitzung mit folgenden Themen. Der künftige Bürgermeister Daniel Vogt war ebenfalls anwesend.

Neubau Kindertagesstätte

  1. a) Vergabe Malerarbeiten

Günstigster Bieter ist die Firma Hörner GmbH, Schwäbisch Gmünd mit einem Angebotspreis von 8.264,37 Euro brutto. Dies sind 6.600 Euro weniger als in der Kostenberechnung angenommen. Der Gemeinderat beschloss bei einer Enthaltung einstimmig diese Firma zu beauftragen.

  1. b) Bemusterung Bodenbeläge

Im Kindergarten soll –mit Ausnahme der Sanitärbereiche – Linoleum verlegt werden. Der Gemeinderat legte das Farbmuster fest, welches dem Linoleumboden im jetzigen Kindergarten sehr ähnelt. Ebenso wurden die Fliesen bestimmt, die in den Sanitärräumen zum Einsatz kommen.

BM Renner nutzte die Gelegenheit um über den Sachstand der Baustelle zu unterrichten. Letzte Woche wurde der Estrich eingelegt. Ab kommenden Freitag soll er aufgeheizt werden, damit er austrocknen kann. Das Gerüst soll in den nächsten Tagen entfernt werden und die Fa. Antoni die Rohplanie des Außengeländes herstellen. Die Trockenbauer werden parallel die Unterkonstruktion der abgehängten Decke aufbringen.

Er berichtete auch über einen Dichtigkeitsprüfung (Blower-Door-Test). Dieser ergab, dass ein Wert erreicht wurde, der doppelt so gut wie war wie für ein Passivhaus vorgeschrieben. Die Handwerker haben sehr gut gearbeitet und BM Renner bedankte sich bei den Handwerkern und auch Architekt Hermann.

Der Kindergarten selbst sei sehr gelungen und Täferrot könne stolz auf dieses Gebäude sein, so BM Renner. Dem stimmten die Gemeinderäte im Rahmen eines Ortstermins zu.

Baugesuche

Nutzungsänderung von Schuppen in Garage, Honiggasse, Tierhaupten

Der Bauherr beabsichtigt den bisherigen Schuppen in eine Garage umzuwandeln und geringfügige bauliche Veränderungen vorzunehmen.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig das Einvernehmen zu diesem Bauvorhaben zu erteilen.

Anbau eines Hackschnitzellagers, Ruppertshofer Straßen, Tierhaupten

Das bisherige Wohnhaus soll mit einer Hackschnitzelanlage beheizt werden. Diese soll an der bisherigen Scheune angebaut werden.

Auch hier beschloss der Gemeinderat einstimmig das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.

Beitritt interkommunaler Breitbandverbund „kom.pakt.net“

Schnelle Internetanbindungen sind heute Standortfaktoren wie sie die Wasser- und Abwasserversorgung schon lange sind. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger benötigen aus beruflichen Gründen eine schnelle Internetverbindung. Diese könne langfristig nur über Kabelleitungen erfolgen, wobei mittel bis langfristig es anzustreben ist, dass jedes Haus einen Glasfaseranschluss direkt erhält.

Dies sind sicherlich große Aufgaben für die jeweilige Gemeinde, die sie klugerweise dann vornimmt, wenn ohnehin Bauarbeiten durchgeführt werden.

Unabhängig von der Bereitstellung eines Glasfasernetztes ist es aber immer schwieriger Anbieter zu finden, die in solch kleinen Gemeinden überhaupt auftreten wollen. Dies hat auch die Ausschreibung im Ortsteil Tierhaupten gezeigt. Zwar hat man einen Anbieter gefunden (EnBW ODR – Telekommunikationsgesellschaft). Es kann allerdings sein, dass durch eine Konzernentscheidung in Stuttgart dieser Anbieter von heute auf morgen vom Markt verschwindet.

Dieses Problem haben viele Gemeinden und auf Anregungen der Landräte einiger Landkreise möchte man einen Breitbandverbund bilden, damit die Kommunen eine gewisse „Marktmacht“ haben.

Dieser Breitbandverbund ist für die Kommunen relativ günstig. Der Mitgliedsbeitrag beträgt lediglich 2.500 € pro Jahr (sowie eine einmalige Stammkapitaleinlage in Höhe von 508 €).

Dadurch erhält die Gemeinde ein umfassendes Dienstleistungsangebot; dies bedeutet, dass man im Rahmen von Baustellen die ohnehin geschehen, dann exakt das richtige tut, damit später die richtigen Leitungen am richtigen Ort liegen. Eigentümer der Netzte wird die Gemeinde bleiben. Während der interkommunale Verbund die Netzte dann verwaltet und verpachtet.

Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung der Gemeinde Täferrot, so Bürgermeister Renner. Er schlug den Mitgliedern des Gemeinderats vor diesem interkommunalem Breitbandverbund beizutreten. Dies sahen alle Gemeinderäte so und beschlossen dem Breitband-Verbund beizutreten.

LEADER-Aktionsgruppe „Schwäbischer Wald“

Die Gemeinde Täferrot ist mit weiteren Gemeinden des Schwäbischen Waldes über die Kreisgrenzen hinaus in die EU-Förderzone Leader 2014 bis 2020 aufgenommen worden. Dies hat Bürgermeister Renner bereits im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung berichtet. Damit hat die Gemeinde die Möglichkeit zusammen mit anderen Gemeinden geeignete Projekte zu entwickeln, die dann von dieser LEADER-Gebietskulisse gefördert werden. Nicht nur kommunale sondern auch private Projekte können gefördert werden.

Es ist eine Förderung des Landes Baden-Württemberg, dass die Verwaltung und Geschäftsstelle dieser LEADER-Kulisse nicht über Behörden sondern über einen eigenen Verein erfolgt. Dieser „Verein LEADER-Schwäbischer Wald“ soll vorrausichtlich am 20.3.2015 in Murrhardt gegründet werden.

Insgesamt werden 4 Millionen Fördermittel in den Jahren 2015 bis 2020 verteilt.

Mittel abrufen kann man jedoch nur, wenn man Mitglied in dem noch zu gründendem Verein ist. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 42 Cent pro Einwohner, also rund 500 € pro Jahr für die Gemeinde Täferrot.

Dies ist sicher ein überschaubarer Betrag, aus dem man mit Fantasie und Entschlossenheit einiges machen kann, so Bürgermeister Renner. Dies sahen auch die Gemeinderäte so, die einen Beitritt zu diesem Verein einhellig das Wort redeten.

Verschiedenes

Bürgermeister Renner gab bekannt, dass die Bürgermeisterwahl vom 25. Januar 2015 durch das Landratsamt geprüft und für gültig befunden wurde. Danach ist Daniel Vogt zum Bürgermeister der Gemeinde Täferrot gewählt worden. Die Einsetzung und der Dienstbeginn soll am Mittwoch, den 01. April 2015 erfolgen. Bis dahin bleibt Bürgermeister Renner im Amt.

GR Broos regte an die Straßenlampe in Täferrot bei der Bank um 90 Grad zu drehen, damit der Steg besser ausgeleuchtet werden kann. BM Renner sagte dies zu.

GR Lindauer lobte das Engagement einiger Bürger, die im Bereich Eichfeld viel Totholz von den dortigen Eichen abgesägt haben. Ebenso warb er darum, sobald es die Witterung zulasse, noch einige Arbeiten im Bereich Schulbauernhof durchzuführen. Je mehr Menschen mitmachen umso besser sei es. BM Renner unterstützte diese.